• Mitten ins Leben

GEBT EUCH ZEIT - Kinderwunsch im Schneckentempo

Ungeduld ist kein guter Begleiter.

Wenn ihr euch für euer Wunschkind entscheidet, gebt euch 2-3 Jahre Zeit.


Das ist Tipp 2# meiner 33-Kinderwunsch-Tipps.


Du denkst jetzt sicher WAS? 2-3 JAHRE? MEINST DU DAS ERNST?

Ja, das meine ich ernst. Und ich erkläre dir, warum!


Falls du meine 33-Kinderwunsch-Tipps noch nicht kennst, klick >>hier<< und schau gleich mal rein - dann weißt du auch, was ich dir die nächsten Wochen so berichten werde, denn jeder Tipp bekommt einen eigenen Blog-Beitrag.


Bildquelle: https://www.freepik.com/8photo

Stress ist das größte Hindernis beim Kinderwunsch. Und dabei meine ich jede Art von Stress...


Stress bezeichnet die eigene körperliche und psychische Reaktion sowie die wahrgenommene Belastung durch bestimmte äußere Reize (Stressoren). Das kann der wortwörtliche Stress jeden Tag auf der Arbeit sein. Oder Ärger mit Familie, Nachbarn, Freunden oder Partner. Aber auch Erkrankungen jeder Art bedeuten Stress für deinen Körper. Die Liste ist wirklich lang: Schlafmangel, Ernährungsumstellungen wie Diäten, Nährstoffmängel, Alkohol, emotionale Belastungen, Traumata, Bildschirmarbeit, Hunger, übermäßiger Sport, Jobverlust, Existenzangst, psychische Probleme, Vergiftungen, Schwermetallbelastungen, hormonwirksame Kosmetik und vieles mehr kann Stress für deinen Körper bedeuten.


Sehen wir uns an, was bei Stress auf körperlicher Ebene passiert:

Auf der sogenannten Stressachse im Körper, wird durch oben genannte Stresssituationen eine biochemische Kettenreaktion ausgelöst. Zur Stressachse gehören der Hypothalamus, die Hypophyse sowie die Nebennierenrinde, drei Hormondrüsen im Körper, die Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol freisetzen. Diese Hormone stellen in Stresssituationen sicher, dass dein Körper genügend Energie zur Verfügung hat. Früher als der Säbelzahntiger vor einem stand brauchte man Energie zum Wegrennen oder zum Kampf. Dieser sogenannte "Fight or Flight" Modus sicherte der Spezies Mensch das Überleben.

In der heutigen Zeit brauchen wir zum Glück nicht mehr vor dem Säbelzahntiger davonlaufen.


Doch die Belastungen lassen unser Stresslevel und somit die Hormone in ähnliche Höhen schießen und arten häufig zu einer Dauerbelastung aus. Denen sind die Hormondrüsen und dein Körper auf Dauer nicht gewachsen. Sie schalten gar nicht mehr ab, erschöpfen oder der Körper kann nicht mehr von selbst regulieren. Besonders Cortisol wird bei Stress vermehrt ausgeschüttet - auch negative Gedanken und Koffein tragen zur vermehrten Ausschüttung bei.


Und die Hormondrüsen sind nicht nur für Stress zuständig, sondern für viele Prozesse im Körper einschließlich Verdauung, Immunsystem, Stimmung und Gefühle, Sexualität, Fortpflanzung, Energiespeicherung und -verwendung.


Wenn sie überlastet sind, wirkt sich das also auf alle anderen Bereiche aus:

Cortisol hat nicht nur eine große Wirkung auf den Kohlenhydratstoffwechsel – das Stresshormon kann auch Deinen Fett- und Proteinstoffwechsel beeinflussen, sodass es zu Stoffwechselstörungen kommen kann. Außerdem hat es großen Einfluss auf die Glukoseverarbeitung im Körper und die Glukosekonzentration im Blut erhöht sich - und damit auch dein Insulinspiegel (Stichwort Insulinresistenz & Diabetes).


Cortisol erhöht über Umwege den Blutdruck und vermindert die Durchblutung - versorgt wird nur, was zwingend zum Überleben notwendig ist. Es vermindert die Nierentätigkeit und dadurch kommt es zu Wassereinlagerungen. Cortisol drosselt die Schilddrüsenfunktion und nimmt so Einfluss auf dein gesamtes Hormonsystem. Es kann außerdem die Schutzwirkung der Magenschleimhaut vermindern und somit zu Magengeschwüren beitragen. Außerdem steht es in engem Kontakt mit Histamin. Cortisol ist auch ein Gegenspieler zu Melatonin - deinem Schlafhormon. Zu hohe Cortisolspiegel lassen dich schlecht schlafen. Der gesamte Rhythmus gerät aus dem Gleichgewicht. Häufig kommt es zu Zyklusstörungen, Progesteronmangel und die Fruchtbarkeit nimmt ab - schließlich hat dein Körper in Stress-Zeiten anderes zu tun, als ein Kind zu versorgen. Die Fortpflanzung ist weniger wichtig als das Überleben. Wenn der Cortisolspiegel dauerhaft zu hoch ist, baut dein Körper Muskelmasse ab und nimmt an Fettmasse zu. Blöderweise wirkt chronischer Stress appetitanregend und kann Heißhunger auslösen. Letztlich erschöpft die Nebenniere und das gesamte System bricht zusammen.


Um den Cortisolspiegel zu senken, hilft Ruhe, Entspannung, Meditation, Yoga, moderater Sport und LIEBE ;-) Zusätzlich kannst du über deine Ernährung einiges für einen ausgeglichenen Cortisolspiegel tun. Besonders ruhige, tiefe Bauchatmung beruhigt. Bei der Ernährung gilt wie immer: je natürlicher, biologischer und je weniger verarbeitet, desto besser. Zusatzstoffe und industrielle Verarbeitung sind Gift für unser Hormonsystem.


Überprüfen kannst du deinen persönlichen Cortisolspiegel am besten über ein Cortisol-Tagesprofil. Hierbei wird nach einen genauen Zeitplan 5x am Tag eine Speichelprobe genommen. Da das Cortisol über den Tag einer natürlichen Schwankung unterliegt, lässt sich hieran die eigene Belastung sehr gut ablesen. Diese Tests gibt es auch ganz praktisch für Zuhause.


Nun aber zurück zum eigentlichen Thema Kinderwunsch:

Wie du siehst, hat Stress eine große Auswirkung auf dein gesamtes Leben. Und dabei sind die oben genannten Punkte wirklich nur ein grober Überblick. Wenn du und dein Partner versuchen, ein Kind zu zeugen und ihr nicht für Ruhe, Ausgeglichenheit und Entspannung sorgt, ist das ganze Unterfangen von vornehinein zum Scheitern verurteilt.

Das klingt jetzt hart - so meine ich es natürlich nicht - und ich habe volles Verständnis für deine Ängste, Sorgen und Hoffnungen. Doch ich möchte dir die Wichtigkeit des ganzen einfach klar vor Augen führen.


Wenn sich dein Kinderwunsch nach einer gewissen Zeit nicht erfüllt, entsteht neuer Stress und der ganze Teufelskreis nimmt an Fahrt auf. So hart es klingt: Kinder sind nicht planbar, auch wenn das Wort Familienplanung etwas anderes vermuten lässt. Das gängige Lebenskonzept "wir haben einen Wunsch und je größer der ist, desto härter und mehr müssen wir darum kämpfen, arbeiten und sparen" war vielleicht lange Zeit ein brauchbares Erfolgskonzept.


Beim Kinderwunsch ist jedoch Umdenken angesagt. Hier ist Gelassenheit, Geduld, Zuversicht und vor allem Selbstfürsorge gefragt. Wenn dein Körper gut umsorgt wird, alles hat, was er braucht, seinen Zyklus leben kann dann tut er sich um einiges leichter, ein Kind zu empfangen, zu nähren und zu gebären.

Geduld und Gelassenheit sind gute Voraussetzungen für eine Empfängnis. Denn "planen" kann dazu führen, dass wir unser "Ziel" nicht erreichen und diese Belastung führt wiederum zu Stress und Angst. Und diese können wir in der Kinderwunschzeit am wenigsten brauchen.


Auch wenn es abgedroschen und für manche sogar überheblich klingt: es gibt nur eine logische Konsequenz - verzichte aufs Planen und versuche es mit Hingabe. Ausreichend Zeit ist die Grundvoraussetzung dafür - daher eingangs die Empfehlung, dass ihr euch 2-3 Jahre Zeit lassen dürft.

Das nimmt Druck raus!


Die ständige Sorge um Hormonwerte, Zykluslänge, Zyklustempo & -charakter, ums Alter, die Anzahl der Spermien und so weiter - diese ständige Betriebsamkeit, das Vergleichen mit anderen, der ständige Austausch auf Social Media, das intensive Teilhaben lassen anderer die dann wieder Druck machen - in einer solchen Verfassung werden nur die wenigsten Frauen schwanger. Daher meine Herzensempfehlung: Mach mal langsam!!!

Gönne dir Ruhe - und zwar so richtig.

Nimm dir Zeit - wie gesagt, ein paar Jahre sind gut.

Sei glücklich & dankbar!

Hoffe & liebe!

Lasse los und empfange!


"Zeit ist eine Dimension, die nur der Kopf, aber nicht das Unterbewusstsein kennt"


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